Wie wäre es einen Job zu haben, der einen so richtig glücklich macht? Geht das überhaupt? Gute Frage. Einen Job zu finden, der zu den eigenen Bedürfnissen passt, ist nicht ganz einfach.

Der Traumjob hängt nämlich von vielen Faktoren ab. Mit der Sinnsuche beschäftigen sich Menschen schon lange. Von Arbeit wird immens viel erwartet. Manchmal wird das gesamte Lebensglück auf den Job projiziert. Immerhin verbringen wir sehr viel Zeit in der Arbeit. Dazu gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, uns selbst glücklich zu machen.

Das alles wird so durch die Medien bestärkt. In unserer heutigen Gesellschaft gibt es viele Glücksversprechen mit der Aussicht auf jederzeitige Befriedigung. Auch in sozialen Netzwerken arbeiten wir – und optimieren uns.

Aber auch Unternehmen arbeiten mit dieser Sehnsucht: Erhält man beim „Traumjob” die maximale Sinnbefriedigung dazu geschenkt, wird von Angestellten wahrscheinlich erwartet, in anderen Bereichen Abstriche zu machen, z.B. bei der Entlohnung. Der Autor Volker Kitz spricht in diesem Zusammenhang von der „Sinnschraube“. Er plädiert dafür, dass wir sie zurückdrehen müssen, um tatsächlich glücklich, zufrieden oder eben erfüllt zu sein. Wie geht das?

Was macht überhaupt Sinn?

Woher die Sehnsucht nach „Sinn“ kommt, ist verständlich. Es gibt immer mehr Jobs, die niemandem etwas bringen – Stichwort „Bullshit-Jobs“.

Die meisten Berufe ergeben jedoch vor allem einen Sinn: Ein Job zahlt Rechnungen. Das ist für viele Menschen schon einmal sehr wichtig.

Sinn ergibt die eigene Arbeit auch für die anderen. Sich wieder in Erinnerung zu rufen, dass man bereits etwas für die Gesellschaft macht, und sei es noch so ein kleiner Beitrag, kann schon mal ein erster Schritt sein in Richtung Erfüllung. Irgendwo hilft oder unterstützt man jemandem oder macht wem eine Freude.

Sich nicht von zu hohen Erwartungen leiten zu lassen ist sicher nicht die schlechteste Idee. Wir empfehlen folgende Vorgangsweise:

Analysieren!

Versuchen Sie, sich von allen Vorurteilen, inneren Bewertungen, Urteilen von Freunden oder Familie frei zu machen. Beleuchten Sie Ihr jetziges Leben – aber auch Ihre gesamte Biografie:

Was hat mir immer schon Spaß gemacht, was ging mir leicht von der Hand? Wofür werde ich oft gelobt? Was schätzen meine Freunde an mir? Was sagt man mir nach? Was kann ich gut, auch wenn ich es noch nie beruflich verwertet habe? Was habe ich gelernt?

Es muss eben gar nicht immer die 100%ige Selbstverwirklichung sein. Arbeit, die einem leicht fällt, kann durchaus befriedigend sein. Das kann auch Abwaschen sein. Bestimmt haben Sie ein ungefähres Bild im Kopf.

Das gezielte Nachdenken führt Sie aber eventuell zu verborgeneren Bereichen. Interessant in diesem Zusammenhang ist auch, welcher Typ man ist. So unterscheidet der Philosoph Roman Krznaric beispielsweise zwischen High Achievern und Wide Achievern. Erste sind Leute, die einen einzigen Beruf perfektionieren möchten. Wide Achiever tanzen hingegen auf mehreren Hochzeiten.

Abgesehen von den individuellen Gegebenheiten beschreiben mehrere Autoren/innen Aspekte, die insgesamt bei der Arbeit glücklich machen. Ganz oben steht:

  • Selbstbestimmung. Selbst aktiv zu werden, in bestehende Abläufe einzugreifen, diese vielleicht zu verändern, also eine gewisse Freiheit und Entscheidungsmacht über das Wie zu haben. Dies ist wiederum unabhängig von der eigentlichen Tätigkeit an sich.
  • Nur so kann sich aber Kreativität und Talent entfalten, Leidenschaft ausgelebt werden. Warum? Agiert man selbstständig, ist es leichter, in einen Arbeitsfluss einzutauchen und zu bleiben, der für viele Menschen als äußerst befriedigend beschrieben wird.
  • Eine gewisse Autonomie leben zu können, setzt natürlich Fachkompetenzen voraus, um die Arbeit verantwortungsvoll erledigen zu können.
  • Immens wichtig für viele ist weiters: Das Umfeld. Und zwar einerseits das psychosoziale, also Kollegen/innen, Team, Vorgesetzte. Und andererseits generell alles, was die Arbeitsbedingungen umfasst wie Lärm, Temperatur, Stresspegel, der Arbeitsweg, etc.

Wenn all das nicht weiterhilft, ist noch mehr Hinschauen angesagt: Eine professionelle Analyse Ihrer Arbeits-Persönlichkeit. Dies bietet übrigens auch das WIFI an: Im Rahmen der Bildungsberatung für Erwachsene gibt’s z. B. die Potenzialanalyse, in der in einem mehrstündigen Test u.a. auf Persönlichkeitsmerkmale eingegangen wird.

Bitten Sie auch Freunde, Familie und Kollegen/innen um Feedback. Sie werden gespannt sein, was dabei noch hinzukommt!

Kostenlose Beratung

Hier klicken!

Reflektieren!

Erstellen Sie ein eigenes Wunsch-Profil, das Ihre Bedürfnisse abdeckt. Sonst fragt man sich ja immer, ob man selbst einem klassischen Jobprofil entspricht. Es ist dabei egal, ob es diesen Job gibt oder nicht. Es besteht ja auch noch die Möglichkeit, sich selber einen zu erschaffen oder neue Bereiche, Aufgabenfelder oder Arbeitsweisen im bestehenden Job hinzuzufügen.

Lassen Sie zuerst allen Wünschen freien Lauf, die Umsetzbarkeit passen Sie später an. Dafür überlegen Sie sich nämlich verschiedene Wege zum Ziel. Auch die, die Sie nicht bevorzugen, könnten Sie auf andere Gedanken bringen. So spielen Sie nicht die Alles-oder-nichts-Karte und können mit den verschiedensten Möglichkeiten gedanklich jonglieren. Zu lange sollten Sie das aber nicht machen, denn irgendwann soll’s auch ins Praktische gehen:

Umsetzen!

Verschiedenste Forscher/innen, Wissenschafter/innen und Autoren/innen empfehlen einfach mal etwas auszuprobieren. Am besten ist aber, nichts zu überstürzen und zu versuchen, neue Tätigkeiten ins bisherige Leben zu integrieren.

Klein anzufangen: Ein Nebenjob samstags, eine Homepage fürs zukünftige Projekt, eine Kurzausbildung, etc. Wichtig ist, nicht alles gleich über Bord zu werfen. Ergänzen Sie! Auch hier beginnt schon die Erfüllung, denn man kommt ins Handeln. Ein weiterer Vorteil: Man erlebt etwas und sammelt Erfahrungen, die man in keinem Ratgeber nachlesen kann.

Auch wenn man danach nur weiß, was man nicht will: Man kann mehrere Dinge ausprobieren und sorgt somit für Abwechslung.

Ruhe bewahren!

Nichts passiert über Nacht. Je besser wir uns kennen, desto näher sind wir der Erfüllung unserer Bedürfnisse.

Auch die zufriedensten Menschen mussten viel überwinden. Die gescheiterten Versuche sieht man jedoch nicht. Wir denken da zum Beispiel an Hollywood-Stars. Eine davon, die Schauspielerin und Harvard-Absolventin Natalie Portman, berührte in diesem Zusammenhang Millionen. In einer Rede an ihrer alten Universität, spricht sie über Höhen und Tiefen, persönliche Herausforderungen und Lernprozesse auf ihrem ganz eigenen Weg.

Kostenlose Beratung

Hier klicken!