Smalltalk soll locker, leicht und fließend sein. Was den einen spielend leicht von der Hand bzw. den Lippen geht, fällt manchen Menschen schwer. Wie verhält man sich am besten? Welche Themen könnte man anschneiden? Und: Was tun, wenn das Kurzgespräch so gar nicht laufen mag?

Smalltalk-Strategien gibt es zuhauf – für jede Geschwindigkeit, jeden Typ und jede Situation. Wir haben ein paar zusammengefasst:

1. In Schrittgeschwindigkeit anbahnen

Gehören Sie zu den ganz schüchternen, Menschen? Keine Sorge, Sie sind trotzdem nicht komplett aufgeschmissen. Es gibt Hoffnung: Einen potentiellen Gesprächspartner können Sie auch indirekt auffordern, selbst ein Gespräch zu beginnen.

Und zwar durch Gestik, Mimik, Blickkontakt halten und lächeln – natürlich ohne zu übertreiben. So sollte bei fremden Personen ein Mindestabstand von ca. einem Meter eingehalten werden. Ihr Gegenüber erwartungsvoll anzustarren kommt auch nicht gut – es sei denn, Sie wollen die Person bewusst provozieren. Und wer will das schon?

Besser: Mit einer kurzen, netten Begrüßungsfloskel und einladender Körpersprache den ersten Schritt machen: Wir wurden uns noch nicht vorgestellt. Ich bin … , ich mache … und Sie?

2. Fragen stellen!

Generell ein guter Tipp: Stellen Sie Fragen!  Das Buch „Wie man Freunde gewinnt“ beschreibt, wie man sich bei Menschen sympathisch machen kann: Indem man sich für sie interessiert. Jeder Mensch erzählt grundsätzlich gern von sich selbst. Überlegen Sie: Was könnte Sie an der Person interessieren, was wissen Sie bereits von ihr? Sie könnten fragen: Wie lange arbeiten Sie schon hier? Was machen Sie genau? Wie gefällt Ihnen eigentlich… der neue Lift, das neue Ablagesystem, … etc.

 3. Um Hilfe bitten!

Denken Sie an alltägliche Aufgaben und Herausforderungen. Da fällt Ihnen bestimmt genug ein! Notfalls können Sie sich auch unwissend stellen:

  • Könnten Sie so freundlich sein und mir die Kaffeemaschine, den Drucker, etc. erklären? Wo finde ich denn bitte …?
  • Kennen Sie ein ruhiges Restaurant für die Mittagspause? Wie komme ich von hier am besten nach … ?

4. Komplimente machen!

Auch ehrlich gemeinte Komplimente zu Outfit, Frisur, beruflichen Qualifikationen, Office-Equipment, einem neuen Device usw. hört doch jeder Mensch gern. Also: Schleimen Sie – ein bisschen:

Schöne Kette! Tolles Sakko! Das sieht großartig aus, wo haben Sie das denn gekauft?

Achtung: Ein gut gemeintes Kompliment grenzt sich oft nicht von einer Anzüglichkeit oder gar Belästigung ab. Sager wie Schöne Augen! oder andere Bemerkungen zu Körperteilen sind unnötig! Also hier auf jeden Fall vorsichtig sein!!!

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5. Ein Thema finden!

Allgemein gilt: Die ganz schweren Themen wie Politik, Religion, Geld etc. beiseite lassen. Wie viel verdienen Sie eigentlich, wenn ich fragen darf? klingt ja doch ein bisschen komisch, oder? Man sollte sich auch nicht sofort zum Kaffeeklatsch hinreißen lassen. Was eignet sich also gut?

Antwort: Das Wetter. Ja, Sie haben richtig gelesen! Zu unrecht wird dieses Gesprächsthema schlechtgemacht. Die Analyse der Wetterverhältnisse führt zu persönlichen Befindlichkeiten, auch in der Freizeit. Dies wiederum zu Kindern, Hobbies, Haushalt oder zum nächsten Thema, das gerne als Smalltalk-Wahl belächelt wird:

Essen. In der Welt der Kulinarik gibt es kaum Grenzen. Vom Feinschmeck-Jargon bis zur Lebensmittelvergiftung ist hier alles drin. Die meisten Menschen reden gern übers Essen. Bemerkungen über Pausensnacks, den Geschmack des Bürokaffees oder ein vergangenes Bruncherlebnis – fast jeder hat dazu etwas zu sagen. Allerdings sollte man nicht übertreiben wie Herr Bösel alias Josef Hader im österreichischen Kultfilm „Indien“.

Mit diesen harmloseren Versionen befinden Sie sich jedenfalls auf der sicheren Seite:

  • Das sieht aber lecker aus!
  • Oh, ich liebe XY/Mozarellabaguette!
  • Dieser Kuchen ist wirklich großartig, möchten Sie ein Stück?

6. Die Umgebung einbeziehen!

Bilder an der Wand, Internetgeschwindigkeiten, Nagellacke, Ausblicke vom Büro, Dialektfärbungen – (fast) alles geht. Einfach die Umwelt beobachten, achtsam sein! 

Außerdem hilft es, immer eine Zeitung parat zu haben. Bestens geeignet für lockere Gespräche sind die hinteren Seiten über Society, Prominente, Mode, Sport. Auch typische Sommerlochfüller sind meist nicht allzu tiefgehend.

Etwas aus dem Netz herzuzeigen geht natürlich super mit dem Handy:

Schauen Sie, das ist ja lustig!

Tipp: Jetzt Soft Skills trainieren!

Im Beruf braucht man Smalltalk sehr oft. Nicht nur in Tourismus oder Handel – sondern immer, wenn man Kunden oder Auftraggeber/innen trifft.

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