Manche arbeiten bewusst darauf hin. Andere sind vielleicht einfach nur gut – und sind plötzlich eine Führungskraft. Es ist ein Schritt auf der Karriereleiter, auf den man erst einmal stolz sein kann.

Anerkennung braucht jeder. Außerdem ist eine Beförderung ein Zeichen, dass die bisher geleistete Arbeit wertgeschätzt wird. Es ist ein Vertrauensvorschuss in die Fähigkeit, Mitarbeiter zu führen.

Die neue Rolle ändert vieles.

Wird man im gleichen Unternehmen zur Führungskraft befördert, ändert sich vor allem das Verhältnis zu den ehemaligen Kollegen. Als Chef oder Chefin sind Sie nicht mehr einer von ihnen. Das heißt, Sie werden nicht mehr in jedes ihrer Geheimnisse eingeweiht. Sie werden nicht mehr zu allen außerberuflichen Treffen eingeladen werden. Auch der Firmenklatsch und -tratsch wird spätestens dann verstummen, wenn Sie den Raum betreten.

Bemühen Sie sich erst gar nicht, mit ihren Ex-Kollegen genauso befreundet zu sein wie bisher. Das hindert Sie nur dabei, Ihre neue Rolle auszufüllen.

Mehr dazu? WIFI-Podcast „Vom Kollegen zum Vorgesetzten“

Führung bringt neue Aufgaben mit sich.

Zu den operativen Tätigkeiten kommen nun strategische Aufgaben dazu. Absolutes Neuland für jede frische Führungskraft ist die Personalführung und -planung. Dazu gehört auch, dass Sie sich in Ihrer leitenden Position nicht nur mit den Anforderungen und Notwendigkeiten Ihrer Mitarbeiter auseinandersetzen. Sie müssen auch ihre Anliegen und Bedürfnisse ernst nehmen.

Am wichtigsten: der Rolle entsprechen.

Der Erfolgsfaktor schlechthin ist die Kommunikation. Das heißt, Sie müssen Ihren Mitarbeitern entsprechend kommunizieren, dass Sie jetzt die Chefin oder der Chef sind – und zwar durch Ihren Führungsstil:

  • Man muss nicht alle Räder neu erfinden. Bringen Sie den bisherigen Leistungen des Teams Wertschätzung entgegen.
  • Wenn Sie etwas ändern bzw. verbessern wollen, dann machen Sie Ihren Mitarbeitern die Gründe für Ihren Plan deutlich. Und: Erklären Sie Ihre Entscheidungen!
  • Agieren Sie koordinierend, ausgleichend und auf das Ziel gerichtet – Ihre Aufgabe ist es, alle Fähigkeiten Ihres Teams zur Geltung zu bringen.
  • Delegieren Sie – so schaffen Sie sich Freiraum für Ihre neuen Aufgaben!

Tipp: Führen kann man lernen!

TippWer sich gut auf seine neue Rolle vorbereitet, hat’s leichter. Eine Möglichkeit ist, sich Ratschläge aus der Praxis zu holen – von Menschen, die ähnliches erlebt haben.

Oder man rüstet sich mit dem nötigen Know-how in Schulungen. So bieten die WIFIs österreichweit Führungskompetenztrainings an. In drei Modulen werden neue oder zukünftige Führungskräfte für ihre neue Rolle fit gemacht.

Eine wichtiges Instrument ist dabei das Transferbuch, das begleitend zum Training die persönliche, langfristige Entwicklung als Führungskraft dokumentiert. Dabei hilft es, sich selbst einzuschätzen.