Die Sonne scheint, Pflanzen erwachen zum Leben und Singvögel zwitschern in ihren schönsten Tönen: Es ist Frühling. Gleichzeitig plagt uns die Müdigkeit und die Pollen sorgen für verschwollene Augen und juckende Nasen. Auch das ist Frühling. Doch warum reagieren wir gerade auf diese Jahreszeit oft so empfindlich?

Eine Sache der Hormone

Im Frühling stellt sich nicht nur die Natur um, auch der Mensch unterliegt Veränderungen. Zum einen steigt die Anzahl und Intensität der Sonnenstunden. Dadurch kommt es zu einer hormonellen Veränderung im Körper: Die Serotoninproduktion läuft jetzt auf Hochtouren. Serotonin ist ein Botenstoff, der für gute Stimmung sorgt. Gleichzeitig wird weniger Melatonin im Körper produziert. Melatonin ist für Ruhe und Schlaf verantwortlich.

Der Körper kommt dabei ein wenig durcheinander. Denn diese Umsetllung läuft nicht geregelt ab. So entsteht im Frühjahr oft ein Gefühl von Schlappheit und Müdigkeit unter Tags. Die Frühjahrsmüdigkeit wird von vielen Medizinern durch diese hormonelle Umstellung erklärt. Andere Experten wiederum sind der Meinung, dass die Hormone nur eine untergeordnete Rolle spielen und nennen als wesentlichen Faktor für Frühjahrsmüdigkeit die Zeitumstellung, die uns eine Stunde Schlaf raubt und uns in eine Art Jetlag versetzt.

Nach draußen gehen hilft

Ob Hormone oder Zeitumstellung (deren Abschaffung derzeit von der EU diskutiert wird), es gibt etwas, das Sie gegen die Müdigkeit tun können: Verbringen Sie so viel Zeit wie möglich im Freien. Dadurch stellt sich der Körper schneller um und das Sonnenlicht bringt Energie und Kraft für den Tag. Starten Sie den Tag doch zum Beispiel mit einem kleinen Spaziergang und nehmen Sie Ihren Lunch im Park oder im Gastgarten zu sich.

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Die gute Nachricht: Die hormonelle Umstellung dauert nicht sehr lange. Nach zwei bis drei Wochen sollte das Schlimmste überstanden sein und die Frühjahrsmüdigkeit weicht den „Frühlingsgefühlen“. Dank der nun intensiven Sonnenstrahlen fühlen wir uns fitter und aktiver als im Winter. Allerdings spielen dafür nicht nur die Hormone eine Rolle, sondern auch der psychologische Effekt: Wir bewegen uns wieder mehr im Freien und nehmen die bunten Blüten und duftenden Gerüche wahr. Das steigert unsere Laune beträchtlich.

Vitamin D tanken

Abgesehen von den Hormonen hat der Frühling auch Auswirkungen auf den Vitamin D Haushalt. Denn das Vitamin kann nur durch die Kraft der Sonne vom Körper produziert werden. Nach einem langen Winter ist also jedes Sonnentanken Balsam für den Vitamin D-Spiegel.

Beachten Sie, dass zumindest Hände, Hals und Gesicht für 30 Minuten der Sonne ausgesetzt werden sollten, um den Effekt des Vitamin D „Tankens“ zu erzielen. Vitamin D brauchen wir für den Knochenbau, die Zähne und die Muskeln. Vorsicht: Auch im Frühling ist die Sonne schon stark und kann Sonnenbrand verursachen. Verzichten Sie also nicht auf Sonnencreme.

Pollen: Die Schattenseite des Frühlings

Im Frühling erwachen auch die Pflanzen zu neuem Leben und damit steigt die Pollenbelastung. Die Folge bei Betroffenen: Juckende, tränende Augen, schwere Atmung und eine rinnende Nase. Dagegen gibt es verschiedene Mittel und lindernde Medikamente. Effizient sind auch Apps, die die Pollenbelastung in der jeweiligen Region anzeigen. Damit können Betroffene rechtzeitig Maßnahmen ergreifen und die Pollen möglichst meiden.

Der Frühling kann also durchaus belastend sein. Sogar Depressionen sind möglich. Wenn Ihre Frühjahrsmüdigkeit gar kein Ende nehmen sollte, Sie Schlafprobleme haben und sich länger schlapp fühlen, sollten Sie unbedingt einen Arzt konsultieren.

Für Viele ist der Frühling aber die schönste Jahreszeit. Es ist die Zeit des Erwachens, des Lebens und der guten Laune. Wir wünschen Ihnen einen großartigen Frühling!

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