Viele Menschen sorgen sich um die Zukunft ihres Arbeitsplatzes. Denn Roboter und Computer scheinen immer mehr Aufgaben zu übernehmen, für die wir bislang unseren Monatslohn verdienen. Droht nun durch die Digitalisierung Jobverlust oder ist mein Arbeitsplatz digitalisierungssicher?

Die Vorteile der digitalen Technologien für den Arbeitgeber liegen auf der Hand: Sie werden nicht krank, brauchen keine Pausen und punkten mit kontinuierlicher Leistung. Demgegenüber stehen oft hohe Investitionskosten und Wartungsarbeiten. Doch wie digitalisierungssicher ist nun dein Arbeitsplatz?

Besonders bedrohte Jobs

Die Angst vor dem Jobverlust durch die Digitalisierung schlägt um sich. Ob sie berechtigt ist, hängt vor allem von der Stelle ab, die du als Arbeitnehmer besetzt. Denn laut Studie des Instituts für Höhere Studien (IHS) droht hauptsächlich geringer qualifizierten Positionen durch die Digitalisierung Jobverlust.

Laut Studie aus dem Jahr 2017 seien mittelfristig rund neun Prozent aller Jobs (360.000 Stellen) in Österreich gefährdet. Auf Hilfsarbeiter und Handwerker entfallen gemeinsam fast 50 Prozent der bedrohten Jobs, so die Studienautoren.

Laut IHS-Schätzung sind

  • 30 Prozent der Hilfsarbeitskräfte-Jobs von Automatisierung bedroht,
  • 19 Prozent der Handwerker,
  • 18 Prozent der Maschinenbediener und
  • 11 Prozent der Dienstleistungsberufe.

Welcher Arbeitsplatz digitalisierungssicher ist

Eine geringe Automatisierungswahrscheinlichkeit gibt es laut Experten bei Führungskräften, akademischen Berufen und Technikern. „Entwarnung kann vor allem für Berufe, in denen Kreativität, soziale Intelligenz und Flexibilität gefragt sind, gegeben werden. Diese Tätigkeiten sind so gut wie gar nicht durch die Digitalisierung betroffen“, erklärte IHS-Studien-Mitautorin Gerlinde Titelbach gegenüber diversen Medien bei der Präsentation der Studie.

Vor allem Berufe in diesen Branchen gelten als digitalisierungssicher:

  • Gesundheitsbereich (z.B. Altenpfleger, Arzt)
  • Umweltschutz (z.B. Ressourcenmanager, Umweltanalytiker)
  • IT und Technik (z.B. Programmierer, Datenanalyst)
  • Kreativbranche (z.B. Autor, Grafiker)

TippWer sich vor der Automatisierung seiner Stelle fürchtet, kann an Hand eines Online Tools checken, wie digitalisierungssicher der Arbeitsplatz ist. Zwar sind Angaben, wie das Durchschnittsgehalt, die hier auch gemacht werden, nicht für Österreich gültig, da es sich um eine deutsche Seite handelt. Doch welche Tätigkeiten bald automatisiert werden können und wie hoch der Automatisierungsgrad schon jetzt ist, ist weitestgehend länderunabhängig. Hier geht es zum Tool.

Digitalisierung: Jobverlust oder Jobmotor?

In der IHS-Studie wurde nicht erfasst, welche neuen Jobs durch die Digitalisierung entstehen werden. Klar ist aber: es werden neue Jobs entstehen. Schließlich war noch vor etwa zwanzig Jahren auch keine Rede von Social Media Managern oder SEO Experten und ähnliche Stellen. So werden durch die Digitalisierung auch künftig ganz neue Aufgaben zu meistern sein.

Dabei werden Ausbildung und Qualifikation eine große Rolle spielen – egal ob in der Technikbranche, im Gesundheitswesen oder anderen Branchen: je besser qualifiziert du bist, desto besser deine Chancen im Job. Laut Experten könnten durch die Digitalisierung sogar insgesamt mehr Arbeitsplätze entstehen, als verschwinden.

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