2.460 Euro – so viel geben die Österreicherinnen und Österreicher heuer im Schnitt für Ihren Urlaub aus. „Noch stärker als die Wirtschaft wird der Tourismus wachsen“, sagt Ruth Rosendorf von der Österreich Werbung. Aber wie verändert sich der Tourismus? Wohin geht die Reise?

1. Angeber-Urlaube sind vorbei

Eines ist vorbei: statusbezogene Angeberurlaube. Immer weniger wollen sich das Fünf-Sterne-Hotel leisten, auf einer Yacht Champagner schlürfen, Designerkleider in die teuersten Clubs ausführen. Das Sich-was-gönnen-Bedürfnis drückt sich mittlerweile anders aus. Ganz vorne steht Offline-Luxus, Zeit, Entspannung und Ruhe – für Selbstfindung, Reflexion und den Genuss einzigartiger Erlebnisse.

Es hat sich einiges getan und der Markt passt sich an: Individualisierung, Differenzierung und Digitalisierung sind drei große Schlagwörter. Trends richten sich dabei nach den Bedürfnissen verschiedener Lebensstile – und nicht nach Altersgruppen, wie viele annehmen.

2. Natur, Natur, Natur

Was entspannt mehr als ein Urlaub in idyllischen Landschafts-Szenerien? Sinnliche Erlebnisse beim Wandern, Spazierengehen oder Fahrradfahren: Gechillte Outdoor-Aktivitäten sind immer noch mega-angesagt.

3. Nachhaltigkeit – auch im Urlaub

Viele wollen das nicht mehr hinnehmen: Flugreisen, jede Menge To-go-Plastik, Müllberge am Urlaubsort und generelle Ressourcenverschwendung? Da bildet die Urlaubszeit auch keine Ausnahme. Sanfter Tourismus, individuelle Fahrradtouren und Urlaub im eigenen Land sind nach wie vor große Themen.

4. Echter Urlaub ist authentisch

Mittendrin statt nur dabei! Was hilft der Cluburlaub auf Ibiza, wenn man nichts von der Insel mitbekommt? AirB’n’b-Unterkunft, Begegnungen mit Einheimischen, Seitengassenerkundungen und Markterlebnisse: Sich Abkapseln ist out, individuell-einzigartige Erlebnisse sind in.

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5. Urlaub für spezielle Zielgruppen

Gender steht grob zusammengefasst für das „sozial konstruierte Geschlecht“. Und was dabei – natürlich auch in fremden Ländern – an Rollenklischees und Diskriminierungen zusammengebastelt wird, ist für zwei Traveller-Gruppen besonders unkomfortabel. Und zwar allein reisenden Frauen und LGBTQQ-Personen (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Queer, and Questioning).

Der Markt ist hier sensibler geworden, die Nachfrage nach speziellen Angeboten steigt. Denn das Bedürfnis nach Sicherheit wurde hier lange ignoriert. Konfrontiert mit Cat Calling (das bedeutet Nachrufen), oder anderen Formen von Belästigung, Beleidigung oder Abwertung, sollte hier mehr Schutz geboten werden. Zum Beispiel durch ein Connecten und Stärken lokaler Communities vor Ort.

6. Macht auch vor dem Urlaub nicht halt: Digitalisierung

In fast allen Branchen ist Digitalisierung unumgänglich. Auch im Tourismus geht es nur noch selten ohne Computer. Jedoch wollen viele gerade der digitalen Dauerbedröhnung des Alltags entkommen. Ein Widerspruch?

Nein. Im Vorhinein wird vieles digital ausgeführt, z.B. Buchungen und Reiseplanungen. Anders sieht es aber vor Ort aus: Anwesenheit und Betreuung durch reale Personen sind nach wie vor gewünscht. Bewertungen wie etwa auf TripAdvisor werden wiederum digital ausgeführt, und die haben natürlich einen großen Einfluss auf zukünftige Buchungen.

7. Work is Life – Life is Work!

Machen „digitale Nomaden“ überhaupt Urlaub? So nennt man Leute, die mit Laptop und WLAN überall  arbeiten (können). Damit man nicht alleine ist, teilt man gern den Arbeitsplatz ganz im Sinne der Sharing Economy und setzt auf tolle Kulissen. Arbeits- und Freizeit vermischen sich so stark. Mittlerweile gibt es überall auf der Welt spezielle Angebote für diese Gruppe, z.B. eigene Kreuzfahrten oder Coworking Spaces auf Bali. Tendenz steigend.

8. Die neuen Alten

Senior/innen und Pensionist/innen sind heute so jung wie nie zuvor. Kaum jemand in der Altersspanne 60+ möchte auch so betitelt werden: Viele erfreuen sich bester Gesundheit, sind fit und mobil und haben mehr Bock auf Action als die ruhe-bedürftigen und online-überlasteten 30 bis 50-jährigen, von denen einige an dieser Stelle vielleicht an das Lied „Irgendwann bleib‘ i dann dort“ denken. 😉

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