Wo kann ich eine Kinokarte reservieren? Wie komme ich zum nächsten Blumenladen? Was sind das für Bläschen auf meiner Lippe? Egal welche Frage – eine Antwort stimmt immer: Geh auf Google.

Besonders für Unternehmen gilt: Was man nicht auf Google findet, gibt es nicht. Deshalb beschäftigen sich Marketing- und Online-Fachleute mit „Suchmaschinenoptimierung“ – oder kurz: SEO. Damit meint man alle Maßnahmen, die dazu beitragen, dass eine Webseite gut gefunden wird und von der Zielgruppe aufgerufen wird.

Viele meinen mit SEO eigentlich „Google-Optimierung“. Der Marktanteil des IT-Giganten liegt bei über 90 Prozent. Es stimmt: Wer auf Google weit vorne landet – das heißt weit oben auf der Suchergebnisseite – hat einen Vorteil gegenüber seinen Mitbewerbern. Es kann aber auch wichtig sein, auf Youtube oder Amazon weit vorne zu landen, wie Jan Königstätter erzählt.

Der SEO-Experte arbeitete sehr erfolgreich für immodirekt.at und derstandard.at. Dem WIFI-Blog verrät er sieben grundlegende Tipps für Suchmaschinenoptimierung.

1. Genau zuhören!

Wonach verlangen Ihre Kunden? Welche Probleme und Bedürfnisse haben sie? Welche Wörter verwenden Sie? Wer genau zuhört, kann auf Bedürfnisse eingehen und den Inhalt der Webseite entsprechend gestalten. So wird die Webseite leichter gefunden.

2. Die richtigen Begriffe finden!

Nur wer die Sprache der Kunden spricht, wird gefunden. SEO-Experten sprechen hier von „Keywords“. Die kann man herausfinden, brainstormen – aber auch recherchieren: Zum Beispiel kann man die automatische Vervollständigung bei Suchmaschinen ausprobieren oder verwandte Suchanfragen ganz unten bei den Ergebnissen ansehen. Dadurch kann man herausfinden und verstehen, wie Kunden suchen, welche Begriffe häufig gesucht werden und auch Synonyme finden.

Beispiel für die automatische Vervollständigung

3. Bilden Sie mehrere Aspekte Ihrer Produkte ab!

Ein klassisches Beispiel: Sie haben Nackenschmerzen. Dann geben Sie wahrscheinlich „Nackenschmerzen“ in Google ein, vielleicht noch „was tun bei“. Wer als Anbieter von Massagen verschiedene Aspekte auf Unterseiten abbildet – Hilfe bei Nackenschmerzen, Rückenschmerzen, etc. – landet auf Google mit einer Unterseite zu Nackenschmerzen vor seinen Konkurrenten. Versuchen Sie deshalb, verschiedene Aspekte von Produkten zu beschreiben – Zielgruppen, Anwendungsmöglichkeiten, etc.

4. Denken Sie SEO bei der Webseitengestaltung mit!

Beim Gestalten und Befüllen Ihrer Webseite, müssen einige Dinge Bedenken:

  • Wenn Sie angerufen oder angemailt werden wollen, müssen Sie Ihre Kontaktdaten sehr prominent darstellen.
  • Legen Sie für jede separate Leistung eine Unterseite an, die nur diesen einen inhaltlichen Fokus hat.
  • In der Navigation sollten die wichtigsten Punkte/Dienstleistungen aufscheinen.
  • Denken Sie an den Call-to-Action!

5. Schreiben Sie einfach, verständlich und kurz!

Man verliert Leserinnen und Leser sehr schnell. Menschen sind es inzwischen gewohnt, Informationen „leicht verdaulich“ und übersichtlich präsentiert zu bekommen. Wer lange Textpassagen ohne Zwischenüberschriften und ohne logisch aufgebauten Argumenten präsentiert, verliert die Aufmerksamkeit seiner Leser. Außerdem: Absätze machen und Aufzählungszeichen verwenden. Auch Zwischenüberschriften sind ein Muss, sowie das Setzen aussagekräftiger Links.

6. Nutzen Sie Ihren Standort!

Es gilt: Wenn ich weiß, was ich brauche, suche ich regional. Gerade wenn es viele Anbieter in Ihrem Bereich gibt, kann der regionale Bezug eine Nische schaffen, um besser gefunden zu werden. Das müssen Sie aber auch auf Ihrer Website kommunizieren, damit es die Suchmaschine weiß.

7. Vertrauen Sie nicht blind jedem SEO-Anbieter!

Wenn Anbieter Tricks versprechen, aber diese nicht verraten wollen und Ihnen einen Vertrag mit drei Jahren Bindung anbieten, blinken die roten Warn-Lichter. Es sollte transparent sein, was genau die Leistung des Anbieters ist. Allzu große Versprechungen lassen sich selten halten.