Wer ein tolles Produkt hat, will es auch verkaufen. Da heißt es oft: Die Leute kaufen doch so viel im Internet. Ein Webshop muss her! Doch ein Webshop braucht genauso viel Aufmerksamkeit wie ein gut geführter Laden. Einfach reinkopieren ist nicht. Die Kunden erwarten auch im Internet eine solide Leistung.

Kein Shop ohne Content

Der Inhalt muss ansprechend sein. Schließlich kauft man im echten Leben nichts, wenn die Produkte kunterbunt durcheinander gewürfelt auf einem Haufen liegen – und man nichts findet. Beschreibungen, Content, Fotos und Marketing-Maßnahmen müssen passen, damit das virtuelle Einkaufswägelchen auch tatsächlich befüllt wird.

Für kleinere Händler ist das oft nicht so leicht: Texte sollen kurz sein und gleichzeitig die wichtigsten Keywords enthalten. Der Shop soll generell genug Zahlungsmöglichkeiten bieten. Wie soll man das als Laie schaffen?

Profis sparen Zeit und kosten Geld

Die Antwort: gar nicht. Ein Webshop ist komplex. Deshalb sollten Profis zu Rate gezogen werden. Die Kosten für einen Webshop können dabei stark variieren. Für die Erstellung eines guten Webshops (inkl. Kosten für Rechtsberatung, Content-Produktion, etc.) sollte man aber schon von einer Untergrenze von 2.000 Euro ausgehen.

Rechtlich wasserdicht?

Auch in punkto Recht ist einiges zu beachten. Nicht zuletzt deshalb, weil z.B. die Konsumentenschutzrechte nicht in jedem Land, in das man verkaufen möchte, gleich sind. Was auf keinen Fall fehlen darf, ist etwa ein Widerrufsformular. Auch eine entsprechende Datenschutzerklärung sollte es geben. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich ein E-Commerce-Gütesiegel zulegen. Im Zuge solcher Zertifizierungen wird nämlich unter anderem geprüft, ob der Webshop den rechtlichen Anforderungen entspricht.

Shop oder Marktplatz?

Eine Alternative zu Webshops sind Marktplätze. Die gibt es auf Plattformen wie Amazon, ebay oder willhaben. Oder aber noch spezialisierter: Im Do-it-yourself Bereich z.B. dawanda, oder auch im bäuerlichen Bereich gibt es einige gut funktionierende, wie zum Beispiel myproduct.at. Für die Präsenz auf Online Marktplätzen werden manchmal fixe monatliche Raten in Höhe von rund 50 Euro, oft aber auch Provisionen in Bereich von sechs bis 15 Prozent fällig.

Was man bei der Auswahl beachten sollte: Konditionen und Geschäftsbedingungen. Nicht jeder Marktplatz lässt z.B. den Versand in jedes Land zu. Außerdem werden Rechtstexte von manchen Marktplätzen zur Verfügung gestellt, von manchen nicht. Von Copy-Paste ist abzuraten: die AGBs vom eigenen Onlineshop sind nicht immer 1 zu 1 auch auf Marktplätzen anwendbar. Dazu sollte man unbedingt rechtliche Beratung in Anspruch nehmen. Auch für Schnittstellen braucht man Profis – um z.B. den Marktplatz mit dem eigenen Lager zu verbinden.

5 Tipps für den erfolgreichen Start

  1. Recherchieren Sie. Mitbewerb, Preise, Konditionen, etc. und verschaffen Sie sich eine Marktübersicht.
  2. Sammeln Sie Erfahrung. Probieren Sie aus, welche Marktplätze die richtigen für Ihr Unternehmen sind.
  3. Arbeiten Sie mit einem professionellen IT-Dienstleister für den eigenen Webshop zusammen.
  4. Holen Sie Kunden durch kreatives Online Marketing auf Ihren Webshop.
  5. Bilden Sie sich weiter: in Veranstaltungen, Beratungen und Webinaren.